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28. März 2010
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Die Mongolische Rennmaus - Ein Portrait
Die Mongolische Rennmaus wird in der Wissenschaft Meriones unguiculatus genannt und ist ein Mitglied der Familie der Langschwanzmäuse (Muridae). Dort gehört sie jedoch nicht zur Unterfamilie der Altweltmäuse und –ratten (Murinae), sondern zu den Rennmäusen, mit wissenschaftlichem Namen Gerbillinae. Hierzu zählen zum Beispiel auch die Hamster und Wühlmäuse. Irrtümlicherweise wird die Mongolische Rennmaus manchmal Wüstenspringmaus genannt, mit den Springmäusen ist sie aber nicht im Geringsten verwandt. Diese bilden neben den Muridae eine eigene Familie, welche Dipodidae genannt wird. Die Mongolische Rennmaus ist ein Steppentier und kommt in der südlichen Mongolei bis in den Nordosten Chinas vor, wo stets ein kontinentales Klima herrscht. Die Maus hält demzufolge trockene Kälte und auch Hitze problemlos aus. Sie ist sowohl tag- als auch nachtaktiv und lebt in der Natur in Familienverbänden von mehreren Tieren, was in Gefangenschaft aufgrund von Revierbildung häufig nicht machbar ist. Ihre Kopf-Rumpflänge beträgt bei ausgewachsenen Tieren zwischen 11 und 13cm, der Schwanz ist ca. 9cm lang. In der Heimtierhaltung ist jedoch die Kopf-Rumpflänge von 12 - 15cm und die Schwanzlänge bis 11cm lang. Das Idealgewicht in der Natur liegt bei Weibchen liegt bei 50g, bei Männchen ist die Grenze mit ca. 45 - 50g etwas niedriger gesetzt, somit sind männliche Wüstenrennmäuse etwas kleiner und leichter,dass liegt daran das die Weibchen mit der Nahrungssuche beschäftigt sind. Jedoch sind in der Heimtierhaltung Gewichte jenseits der 100g möglich. Mongolische Rennmäuse gibt es in allerlei Farbvariationen, jeder Braun-, Weiss- oder Schwarzton ist möglich und ebenfalls in der gescheckten Variante vorhanden. Die häufigste Farbe, welche auf der Abbildung ersichtlich ist und vor allem bei den wildlebenden Tieren überwiegt, wird Agouti genannt, eine rehbraune Färbung mit schwarzem Unterhaar, weißem Bauch und schwarzen Augen und Krallen. Besonders markante Merkmale der Maus sind die kräftigen Beine mit den scharfen Krallen und die grossen Nagezähne. Mithilfe dieser Körpermerkmale graben die Tiere große Gangsysteme und zerkleinern jegliches Material, das sie für den Nestbau benötigen.
Quelle: Karin Christen, Vgl. Kötter, Engelbert, Rennmäuse